Nachhaltige Zahnpflege

Nachhaltige Zahnpflege

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob Zähneputzen auch plastikfrei geht?

Wir Deutsche verbrauchen laut Studien mindestens zwei Zahnbürsten im Jahr, was etwa 168 Millionen Zahnbürsten macht und doppelt so viele Zahnpasten, ca. 400 Millionen Tuben. Dafür wird eine gewaltige Menge an Rohstoffen verbraucht, die am Ende im Müll landen und oftmals auch im Meer. Das geht auch anders.

Zahnbürsten ohne Plastik

Normalerweise bestehen Zahnbüsten komplett aus Plastik. Mittlerweile gibt es jedoch auch Zahnbüsten aus Holz oder Bambus mit Naturborsten oder Nylonborsten. Am Anfang kann die Umstellung von der herkömmlichen Zahnbürste natürlich ungewohnt sein, aber man gewöhnt sich daran und tut etwas für die Umwelt und seine Gesundheit.
Laut Bund können die herkömmlichen Zahnbüsten aus Plastik krebserregende Stoffe enthalten (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Auch bei den elektrischen Zahnbüsten ist man Giftstoffen ausgesetzt. Laut der Umweltschutzorganisation enthalten „Kabel, Platinen und Batterien hormonell schädliche Weichmacher, die Fortpflanzung schädigende Bleiverbindungen, krebserregendes 1,3-Propansulton und andere problematische Chemikalien“ enthalten.

Wenn du auf nachhaltige Zahnbüsten umsteigst, musst du dir um die Giftstoffe keine Gedanken mehr machen. Die Entsorgung ist auch ganz einfach, einfach auf den Kompost werfen. Sie verrotten schnell und es entsteht beim Abbau kein Mikroplastik.

Welche plastikfreie Zahnbüste ist die Beste?

Es eignen sich Zahnbüsten mit Nylonborsten. Laut Bundeszahnärztekammer sind Zahnbüsten mit Naturborsten nicht zu empfehlen, da sie aus Tierhaaren hergestellt werden und sich nicht entsprechend reinigen lassen. Außerdem können sich Bakterien, Viren oder Pilze in den feinen Kanälen der Tierhaare einnisten und sich vermehren. Des Weiteren sind die Borstenspitzen oft nicht abgerundet, was eine Verletzungsgefahr für das Zahnfleisch darstellt.

Anzeige

Bambus Zahnbürste vegan

Zahnpasten selbst gemacht

Zahnpflege ist sehr wichtig. Mit der richtigen Zahnpasta kann Karies vermieden werden indem Plaque von den Zähnen entfernt wird. Außerdem sorgt sie für frischen Atem und weiße Zähne. Immer mehr Menschen machen ihre Zahnpasta selbst. Sie bestehen dann aus einem großen Bestandteil aus Ölen, wie Kokosöl oder Natron und die Zahnpasta wird anstelle in Plastik, in Gläsern aufbewahrt. Allerdings enthalten sie nicht Fluorid, was laut Studien sehr wichtig ist um Karies vorzubeugen.

Anzeige

Selber machen statt kaufen

Wenn du nicht Zahnpasta selbst machen möchtest, dann ist diese Biozahnpasta die Beste:

Anzeige

Weleda Pflanzenzahngel

Zahnseide ohne Plastik

Mittlerweile gibt es plastikfreie Zahnseide auf dem Markt die aus reiner Seide oder Bienenwachs besteht. Natürlich ist sie teurer als die aus Plastik, allerdings wenn in Zukunft mehr Menschen die plastikfreie Alternative wählen, können größere Stückzahlen produziert werden und die Kosten sinken mit der Zeit.

Anzeige

Zahnseide aus Naturseide

Eine Alternative zu Zahnseide sind Interdentalbürsten. Sie eignen sich besonders für größere Zahnzwischenräume und die Zahnpflege unter Brücken. Es gibt mittlerweile Interdentalbürsten mit einem Holzgriff und einer Nylonbürste, z.B. von Humble. Es gibt diese wie von anderen Herstellern auch in verschiedenen Größen, je nachdem wie groß der Zwischenraum ist.

Anzeige

Bambus Interdentalbürsten von Humble

Mundziehöl

Mundöl zum Ölziehen gibt es sehr oft schon in Gläsern und ist meist natürlich hergestellt aus Ölen ohne Plastikpartikel. Wenn du dich für das Ritual Ölziehen interessierst findest du hier einen Artikel Ölziehen.

Anzeige

Mundziehöl aus der Höhle des Löwen

Zungenschaber

Zungenschaber gibt es in Drogeriemärkten meist nur aus Plastik, eine Alternative sind Zungenschaber aus Edelstahl oder Kupfer. Diese halten über Jahre und können auch in der Spülmaschine gereinigt werden. Warum es so wichtig ist, seine Zunge zu reinigen erfährst du im Artikel Ölziehen.

Anzeige

Zungenreiniger aus Kupfer

Gefällt dir dieser Artikel?

Drücke auf den Stern um zu bewerten

Durchschnittsbewertung / 5. Anzahl der Stimmen:

Es tut uns Leid, dass Dir der Artikel nicht gefallen hat.

Welche Frage vermisst du?

LiebeZähne.de

Zuletzt aktualsiert am 22. Januar 2020

Kommentare sind geschlossen.