Aktivkohle: Wofür ist schwarze Zahnpasta gut?

Aktivkohle: Wofür ist schwarze Zahnpasta gut?

Du hast sicherlich schon einmal etwas von Aktivkohlezahnpasta oder der „schwarzen Zahnpasta“ gehört und dich gefragt was es damit auf sich hat. Ist es nur ein Trend? Funktioniert es wirklich?
Dieser Artikel gibt dir Antworten auf all deine Fragen zur Zahnpflege mit Aktivkohle.

Was sind die Vorteile von Aktivkohle?

Aktivkohle wird sehr gerne bei der Reinigung von Flüssigkeiten und Gasen und in der Medizin zur Entgiftung benutzt. Aktivkohle ist somit nicht gefährlich und wird meist aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Stoffen wie Holz, Torf, Nussschalen, Braun- oder Steinkohle hergestellt.

Was ist Aktivkohlezahnpasta?

Aktivkohle Zahnpasta ist eine ganz normale Zahnpasta die Aktivkohle enthält. Neben der normalen Zahnpflege soll die Aktivkohle Verfärbungen auf den Zähnen entfernen. Die Aktivkohlezahnpasta kennt man auch unter den Namen „schwarze Zahnpasta“.
Aktivkohle ist ein feinkörniger Kohlenstoff der aus einer hochporösen Struktur besteht und ein Adsorptionsmittel darstellt. Aktivkohle gibt es als Pulver oder Granulat und dient zur Entfernung unerwünschter Farb-, Geschmacks- und Geruchsstoffe. Durch die hohe innere Oberfläche ist Aktivkohle ein starkes Bindemittel.

Wie putze ich mit Aktivkohlezahnpasta die Zähne?

Mit Aktivkohlezahnpasta putzt du ganz normal deine Zähne wie mit einer herkömmlichen Zahnpasta.

Wie wirkt Aktivkohlezahnpasta für die Zähne?

Die Idee hinter der schwarzen Zahnpasta, basiert auf dem Schwamm-Prinzip. Durch ihre spezielle Porenstruktur mit einer sehr hohen Oberfläche von bis zu 1.500 m2/g ist Aktivkohle ein starkes Bindemittel. Aktivkohle funktioniert wie ein Schwamm, der Stoffe in seinen Poren gefangen hält. Schmutzpartikel und Bakterien werden durch die hohe Aufnahmefähigkeit der Aktivkohle gebunden und die Zähne auf diese Weise gründlich gereinigt.

Worauf muss ich bei der Wahl einer Aktivkohlezahnpasta achten?

Viele schwarze Pasten sind lediglich mit farbgebendem Ruß versehen und enthalten somit keine Aktivkohle. Wie bei allen großen Beauty-Trends solltest du daher auch bei der Aktivkohle-Zahnpasta auf die Inhaltsstoffe achten. Wenn das Wort „charcoal“ draufsteht, dann ist Kohle enthalten, wohingegen bei Produkten mit dem Inhaltsstoff „Carbon Black“ nur Industrieruß, also Aktivkohlepulver enthalten ist. Laut Internationaler Agentur für Krebsforschung wird „Carbon Black“ als möglicherweise krebserregend eingestuft.

Außerdem kommt es bei der Zahnpasta nicht nur auf die Scheuerkraft, sondern auch auf den Fluoridgehalt in der Zahnpasta an. Egal ob weiße oder schwarze Zahnpasta, es sind Produkte mit Fluoridmengen von 1.450 bis 1.500 ppm (parts per million) für Erwachsene empfehlenswert. Fluorid macht den Zahnschmelz härter und widerstandsfähiger gegenüber Säuren und kann so Karies reduzieren und im besten Fall verhindern.

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Aktivkohlezahnpasta ohne Fluorid

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Aktivkohlezahnpasta

Was ist der Unterschied zwischen einer Whitening Zahnpasta und einer Aktivkohlezahnpasta?

Herkömmliche Whitening Zahncremes arbeiten mit zum Teil abrasiven und dadurch den Zahnschmelz schädigenden Inhaltsstoffen. Wenn man Whitening Zahnpasta auf Dauer verwendet putzt man sich den Zahnschmelz weg und kälteempfindliche Zähne sind die Folge.
Im Vergleich zu diesen Aufhellern arbeitet schwarze Zahnpasta mit Titan Dioxid. Die ultrafeinen Titan-Dioxid-Partikel legen sich wie ein Film über die Zähne und lässt leichte Gelbtöne weiß erscheinen. Dieser aufhellende Effekt hält jedoch nur bis zum nächsten Getränk oder Essen an.
Ist ein Aufhellen der Zähne nötig, sollte dies aus gesundheitlichen Gründen ausschließlich beim Zahnarzt durchgeführt werden in Form vom Zähne bleichen. Eine professionelle Zahnreinigung entfernt ebenfalls Verfärbungen und sollte mindestens einmal pro Jahr in Anspruch genommen werden.

Hat Aktivkohlezahnpasta Nachteile?

Abgesehen von seltenen Unverträglichkeiten gegenüber einem der enthaltenen Inhaltsstoffe, ist schwarze Zahnpasta, oder das schwarze Pulver für die Zähne gesundheitlich als unbedenklich einzustufen sofern wirklich Kohle enthalten ist. Sie gewährleistet aufgrund der fehlenden Schmirgelpartikel eine schonende Entfernung von Verfäbungen und Plaque. Die Kohlezahnpasta kann sich jedoch am Zahnfleischsaum als schwarzer Rückstand ablagern. Aus diesem Grund ist ein sehr sorgfältiges Ausspülen nach dem Zähneputzen notwendig.

Hilft Ölziehen gegen Verfärbungen?

Ölziehen hat eine uralte Tradition. Dabei werden hochwertige Öle für einige Zeit im Mund hin- und herbewegt. Je nach Zusammenstellung sollen dabei dem Körper über die Mundschleimhaut Gifte entzogen, Zähne und Zahnfleisch gestärkt, Mundgeruch beseitigt und Zahnfleischbluten verringert werden sowie die Zähne aufgehellt werden.
Auch Mundgeruch kann verschwindet und zwar so effektiv, wie bei einer antiseptische Mundspülung, jedoch ganz ohne Nebenwirkungen. Und nicht zuletzt wird das Zahnfleisch durch das Ölziehen massiert, wodurch die Durchblutung verbessert und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Hilft Aktivkohle für weißere Zähne?

Aktivkohle soll Verfärbungen entfernen können durch die hohe Aufnahmefähigkeit der Aktivkohle. So verschwinden Verfärbungen schon in kürzester Zeit. Allerdings musst du beim Kauf einer Aktivkohlezahnpasta darauf achten, dass wirklich Aktivkohle enthalten ist. Eine schonender Variante um Verfärbungen loszuwerden ist Ölziehen.

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Zuletzt aktualsiert am 14. September 2019

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